Mamarazzi
Geburtsbericht // Von der Traumgeburt zum Kaiserschnitt

Von jetzt auf gleich. Die Entscheidung war gefallen. Jetzt ging alles ganz schnell. Vom warmen Kreißsaal, mitten aus den Presswehen gerissen, wurde ich in den Op-Raum gefahren.

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Die Strecke dorthin schien unendlich. Die Schmerzen auch. Der Wehenhemmer schien seine Wirkung vollkommen zu verfehlen und unendlich lang schien mir die Strecke, die wir zurücklegen mussten. Als plötzlich helles, grelles Licht über mir erschien, rechts und links immer mehr unbekannte Gesichter mit Mundschutz auftauchten und meine Beine betäubt wurden, wurde mir auch langsam bewusst, was da gleich passieren würde. Per Kaiserschnitt würde ich gleich meine Tochter auf die Welt bringen. Was heißt ich. Ich war ab dann an komplett raus. Hatte nichts mehr zu bestimmen. Es lag alles in den Händen meines Chefarztes. Und der Hebamme, und dem netten jungen Mann neben mir und diesem anderen Mann, den ich liegend aber gar nicht mehr richtig erkennen konnte. Ich zitterte am ganzen Körper. Es war verdammt kalt da, in diesem Operationsraum. In meiner Situation, in einem dünnen Kittel gekleidet, von Schmerzen gepeinigt, ängstlich und voller Vorfreude, dürfte es nicht verwerflich sein, dass ich mir einen abfror. Das tat ich zumindest auch laut kund. Wenigstens da hatte ich noch ein Wörtchen mitreden. Ein Schlauch, aus dem warme Luft strömte, wurde mir auf die Schulter gelegt und sollte mich ein wenig wärmen. Tat er aber nicht. Dann wurde es ruckelig.

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Von:Teresa von Mamarazzi13.04.2017