Wie wird gewählt?

Deutschland wählt einen neuen Bundestag - aber wie funktioniert das genau? Wir fassen für Sie das deutsche Wahlsystem mit allen seinen Besonderheiten zusammen - damit Sie, wenn Sie wählen, auch wissen, wie und was Sie wählen!

Wie die Wahlen zum Bundestag in der Praxis konkret ablaufen, ist in einem Atemzug garnicht so leicht zu erklären. Oder wie lange brauchen Sie, um die Begriffe "Fünf-Prozent-Hürde", "Überhangmandat", "Zweitstimme", "Hare/Niemeyer-Verfahren" und "personalisierte Verhältniswahl" in einen logischen Zusammenhang zu bringen? Denken Sie sich nichts, wenn Ihnen das alles ein bisschen chinesisch vorkommt! Auch hier in der Redaktion wussten wir zwar ungefähr, wie die Wahlen funktionieren - aber aus dem Stehgreif die Besonderheiten und Finessen des deutschen Wahlrechts erklären - da sah es dann schon schlechter aus.

Wir fassen für Sie das deutsche Wahlsystem zusammen - damit Sie, wenn Sie wählen, auch wissen, wie und was Sie wählen!

Wie funktioniert die Bundestagswahl?

Die Grundsätze des Wahlrechts sind in Artikel 38 des Grundgesetzes festgelegt. Danach müssen Wahlen allgemein, gleich, geheim und frei sein.

Das sagt aber noch nichts darüber aus, wie die Stimmen, die Sie bei der Wahl abgeben, dann zu Sitzen im Bundestag werden.

In Deutschland wählen wir mit dem personalisierten Verhältniswahlrecht mit Sperrklausel , einer Mischform aus Mehrheits- und Verhältniswahl.
In diesem System wird die Hälfte der Abgeordneten direkt in Wahlkreisen gewählt, während die andere Hälfte über die Landeslisten der Parteien im Verhältniswahlrecht bestimmt wird.
Deswegen haben Sie bei der Wahl des Bundestags zwei Stimmen: die Erststimme , mit der Sie einen Abgeordneten nach dem Prinzip der relativen Mehrheitswahl wählen (Personenwahl), und die Zweitstimme, die Sie der Landesliste einer Partei geben (Listenwahl).

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