Erkältungskrankheiten
Mehr Luft für kleine Schniefnasen

Gerade Schnupfen macht Kindern zu schaffen. Denn selber richtig Naseputzen klappt meistens erst mit fünf Jahren. Wie Du Deinem Kind bei Schnupfen schnell helfen kannst, erfährst Du hier.

Inhalt: 
Naseputzen: So geht es richtigIst die Nase völlig dicht, hilft nur noch NasensprayInhalieren tut der Nasenschleimhaut gutNasenspülungen können Infekten vorbeugen

Naseputzen: So geht es richtig

Erkältungskrankheiten: Mehr Luft für kleine Schniefnasen

Naseputzen ist ganz einfach? Stimmt nicht! Man kann es nämlich auch falsch machen: Wer gleichzeitig durch beide Nasenlöcher mit kräftigem Druck ausschnaubt, tut sich nichts Gutes: Durch zu starken Druck kann der Nasenschleim in die Nasennebenhöhlen gedrückt werden und dort für eine Nebenhöhlenentzündung sorgen. Richtig geht es so: Immer ein Loch zuhalten, während man durch das andere mit sanftem Druck ausschnaubt. (Früher nannte man dieses Loch-für-Loch-Schnäuzen den "Kutschergruß", weil Kutscher sich so die Nase putzten - allerdings mit viel Schwung und meist ohne Taschentuch.)

Ist die Nase völlig dicht, hilft nur noch Nasenspray

Bei fest sitzendem Schnupfen verhindern geschwollene Schleimhäute, dass der Schleim abfließen kann. Die Folge der verstopften Nase sind bei Kindern oft Ohrenschmerzen. Denn ist die Nase dicht, wird auch das Mittelohr nicht mehr genügend belüftet. Das Einzige, was nach Meinung von Hals-Nasen-Ohren-Ärzten dann wirklich nützt, sind abschwellende Nasentropfen oder -sprays. Sie machen die Nase in Minutenschnelle frei und sorgen auch dafür, dass das Mittelohr wieder belüftet wird.
Nimmt man sie nur ein oder zwei Wochen lang, sind sie unbedenklich - dauerhaft angewendet, können sie die Nasenschleimhaut austrocknen. Mehr Infos zum Umgang mit Nasensprays findest Du hier.
Übrigens: Auch Erwachsene und größere Kinder sollten möglichst nur Sprays nehmen, die für Babys und Kleinkinder gedacht sind. Die helfen genauso, sind aber schonender für die Nase. Und: Trinken unterstützt die Abwehrfunktion der Schleimhäute und macht den Schleim flüssiger.

Inhalieren tut der Nasenschleimhaut gut

Ist die Nase erst einmal frei, tut Inhalieren gut. Das Einatmen von Dampf befeuchtet die Nasenschleimhaut und hilft den Flimmerhärchen, die Schnupfenviren und auch eventuell vorhandene Bakterien abzutransportieren. Bitte vorsichtig sein, falls Du Dein Kind über eine Schüssel mit heißem Wasser inhalieren lassen willst: Damit es sich beim Inhalieren nicht verbrüht, die Schüssel mit heißem Wasser in die Spüle stellen und das Kind zum Inhalieren auf den Schoß nehmen.
Sicherer als heißer Wasserdampf aus der Schüssel ist das Inhalieren mit Inhalatoren. Es gibt elektrisch betriebene Geräte zum Ausleihen in Apotheken, aber auch kleine, preiswerte zum Befüllen mit heißem Wasser und, wenn man will, mit ätherischen Ölen. (Ätherische Öle nicht bei Kindern unter zwei Jahren verwenden.)

Nasenspülungen können Infekten vorbeugen

Nasenspülungen mit isotonischer Kochsalzlösung tun der Schleimhaut ebenfalls gut und können Infekten sogar vorbeugen. Zwar kannst Du die Kochsalzlösung auch selbst herstellen, aber angenehmer, weil genauer dosiert, ist das Spülen mit extra Spüllösungen, besonders für Kinder. Inzwischen gibt es sogar Nasenduschen, die für kleine Kindernasen angepasst sind.

Von:Dagmar Fritz