Zahnpflege
Elektrisch zu sauberen Zähnen

Saubere Zähne ohne Handumdrehen - das klingt fast zu schön, um wahr zu sein! Wir sagen Dir, was bei der Zahnpflege mit der elektrischen Zahnbürste wichtig ist.

Zahnpflege auf die moderne Art

Elektrisch zu sauberen Zähnen
Elektrisch zu sauberen Zähnen
© IStock

Elektrische Zahnbürsten sind beliebt bei großen und kleinen Zahnbesitzern: Die Putzbewegung erfordert nicht ganz so viel Konzentration und Feinmotorik – und das Putzen macht einfach mehr Spaß! Inzwischen gibt es diverse unterschiedliche Modelle: Die einen schwingen mit einer Geschwindigkeit von mehreren tausend Seitwärtsbewegungen hin und her, andere Modelle mit 3D-Technologie kombinieren diese Bewegung mit einer Vorwärts- und Rückwärtsbewegung, wieder andere pulsieren – und andere Modelle putzen mit Schall. Aber putzen elektrische Zahnbürsten besser als die guten alten Handzahnbürsten?

Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. Wer sich mit der korrekten Putztechnik schwer tut, freut sich in jedem Fall über die einfache Handhabung der elektrischen Zahnbürste. Zahnbeläge, Essensreste und Verfärbungen lassen sich mit elektrischen Zahnbürsten oft effektiver entfernen. Bei der elektrischen Bürste besteht jedoch - wie auch bei der Handzahnbürste - die Gefahr, dass zu stark aufgedrückt wird oder dass immer wieder dieselben Zähne zu lange und zu einseitig geputzt werden – das kann zu Putzdefekten führen. Putzdefekte sind Rillen oder Furchen, die durch eine einseitige Putztechnik immer tiefer werden. Der Zahnschmelz wird hier abgeschrubbt, der Zahn wird empfindlich und ist nicht mehr vor Kariesbakterien geschützt. Es gibt aber auch elektrische Zahnbürsten, die einem zu starken Aufdrücken entgegenwirken: Wenn man beim Putzen zu stark aufdrückt, leuchtet ein Warnsignal auf der Rückseite des Handstücks auf.

Was ist zu beachten beim Putzen mit der elektrischen Zahnbürste?

  • Die Borsten sollten nicht zu hart sein.
  • Runde Köpfe reinigen besonders gut, wenn man sich die Zeit nimmt, die Bürste sorgfältig an jedem Zahn entlang zu führen. Wer sich eher zu den Putzmuffeln zählt, ist mit einer schallaktiven Bürste besser bedient – so die Tipps von Stiftung Warentest.
  • Auch mit der elektrischen Zahnbürste muss sorgfältig geputzt werden und Sie müssen sich genug Zeit fürs Putzritual nehmen: mindestens zwei Minuten. Wer noch kurz über alle Zähne drüber flitzt, wird dieselben Zahnprobleme haben wie bei der schlampigen Pflege mit der Handzahnbürste.
  • Sie sollten die Bürste ungefähr zehn Sekunden mit möglichst wenig Druck an jedem einzelnen Zahn ansetzen – und dabei die Kauflächen, die Rückseite und die Außenseite der hintersten Zähne nicht vergessen.
  • Nicht schrubben!
  • Auch mit der elektrischen Zahnbürste kommen Sie nicht in die Zahnzwischenräume. Es gibt inzwischen jedoch als Extra Aufsteckbürsten mit Tiefen-Reinigungsborsten. Wer Probleme mit den Zahnzwischenräumen hat, sollte jedoch in jedem Fall täglich Zahnseide oder ein Interdentalbürstchen verwenden.
  • Es gibt verschiedene Varianten, die das Putzen erleichtern und erweitern: zum Beispiel ein Timer, der signalisiert, wann zum nächsten Kieferquadrant gewechselt werden darf, eine Andruckkontrolle, die automatisch stoppt, wenn zu hoher Druck auf die Zähne ausgeübt wird oder eine Massagefunktion fürs Zahnfleisch.
  • Wenn Sie Ihr Putzergebnis überprüfen möchten: In der Apotheke gibt es Plaque-Tests, die Zahnbeläge eindrucksvoll einfärben.

Zahnpflege bei Kinder: elektrisch oder von Hand?

Strombetriebene Zahnbürsten sind für Kinder ideal: Die rotierenden Bürstenköpfe kommen in fast jeden kleinen Zahnwinkel. Trotzdem sollten Eltern ihre Kinder gleichzeitig auch an die Handzahnbürste gewöhnen, rät die Landshuter Kinderzahnärztin Dr. Clarissa Benz. Denn nur durch eine „normale“ Zahnbürste kriegen Kinder ein Gespür fürs Zähneputzen. Außerdem sind sie so darauf vorbereitet, wenn mal keine elektrische Zahnbürste zur Hand ist. Für kleine Zahnputzmuffel gibt es mittlerweile viele Sondermodelle, die für viel Putzspaß sorgen: bei manchen Modelle werden verschiedene Melodien abgespielt, andere haben lustige Designs.

Von:Benita Wintermantel