Wochenbett-Kalender
Heute ist der 7. Tag mit Baby!

Heute ist der 7. Tag mit Baby!
© carpinxo
Inhalt: 
So geht's mir jetzt: HaushaltVideo: Baby einfach anziehenMein Baby: WindelkundeMein Liebster: WickelchaosMein Körper: WochenflussWochenbett-FAQ

So geht's mir jetzt: Haushalt

Die Küche sieht aus wie ein Schlachtfeld? Macht nix! Der Wäscheberg türmt sich täglich höher? Egal! Betten machen halten Sie seit Neuestem für pure Zeitverschwendung? Recht haben Sie! Denn viel wichtiger als eine Wohnung wie aus der Fernseh-Werbung ist jetzt, dass es Ihnen und Ihrem Baby gut geht. Schließlich ist Ihr Baby heute erst eine Woche alt! Und seien Sie sicher: Ein kuscheliger Nachmittag mit Neugeborenem auf dem Sofa macht viel glücklicher als ein blitzblanker Fußboden. Außerdem erwartet niemand von Ihnen, dass Sie jetzt im Wochenbett die perfekte Hausfrau sind - weder Ihr Liebster, noch Ihre Schwiegermutter, noch die Freundin, die bereits Kinder hat. Sie alle wissen nämlich, dass es wichtiger ist, mehr Zeit mit dem Neugeborenen zu verbringen als mit dem Staubsauger. Daneben sollten Sie auch nicht vergessen, dass die Geburt erst wenige Tage zurück liegt und zusätzliche Anstrengung jetzt das Letzte ist, was Ihr Körper gebrauchen kann.Die Staubschicht auf dem Bücherregal nervt Sie trotzdem, weil Sie Ihrem Baby doch ein kuscheliges Nest bieten wollen? Vielleicht haben Sie ja von Freunden ein paar Gutscheine für gute Taten bekommen und können einen davon jetzt für ein paar helfende Hände im Haushalt einlösen.

Video: Baby einfach anziehen

Mein Baby: Windelkunde

Haben Sie sich den Windelinhalt schon mal genauer angeschaut? Das machen fast alle Mütter. Schließlich zeigt der Stuhl, wie es um einen Säugling bestellt ist. Das Beruhigende: Das meiste ist normal! Farbe, Konsistenz und Häufigkeit sind bei jedem Baby anders und können sich ständig ändern. Je nachdem zum Beispiel, ob Ihr Kleines die Brust oder die Flasche bekommt. Mal ist der Windelinhalt senfgelb und weich und mal hat er grüne Einsprengsel. Wahrscheinlich wird er hell, gelblich oder senffarben sein, bei einer lockeren, breiigen Konsistenz.Unterschiedlich ist auch, wie häufig Babys in die Windel machen. Stillbabys können den Darm mehrmals am Tag entleeren, aber auch mal einige Tage überhaupt keinen Stuhlgang haben. Solange der Windelinhalt weich ist, eine lockere-breiige Konsistenz hat (manchmal kann er auch wie geronnene Milch aussehen, krümelig oder schleimig sein) und das Kleine nicht stark pressen muss, ist alles in bester Ordnung. In den ersten Wochen machen viele Babys direkt nach dem Füttern in die Windel - also erst nach dem Stillen wickeln!Bekommt Ihr Kleines ausschließlich die Flasche, wird der Stuhl gelb-braun bis hellgelb sein und säuerlich riechen. Flaschenbabys scheiden mehr Menge aus als Stillbabys und das normalerweise einmal am Tag. Darauf sollten Sie auch achten, denn eine Verstopfung ist für das Baby unangenehm.Was nicht normal ist: Wenn Sie Ihr Baby stillen und es einen grünen, schaumigen Stuhl hat, kann das von zu viel Milchzucker (Laktose) kommen. Das passiert zum Beispiel, wenn Sie zwar oft stillen, Ihr Kleines aber nicht die fette Hintermilch am Ende abbekommt, die für Sättigung sorgt. Leeren Sie deshalb immer die eine Brust, bevor Sie die andere geben. Sollte der Windelinhalt immer noch grün bleiben, könnte sich Ihr Baby auch einen Magenvirus eingefangen haben.Ist der Stuhl sehr flüssig ist und schießt geradezu aus dem Po heraus, hat Ihr Baby Durchfall (vielleicht eine Magen-Darm-Infektion). Hört das innerhalb eines Tages nicht von selbst auf, sollten Sie beim Kinderarzt nachfragen.

Mein Liebster: Wickelchaos

Mamas haben das Wickel-Gen, Papas nicht? Nein. Die Wahrheit lautet: Mamas haben mindestens drei Tage Vorsprung und meist kleinere Hände. Deswegen sind Väter zumindest bei den ersten Versuchen am Wickeltisch unsicher und wahrscheinlich auch etwas ungeschickt. Sooo große Hände, so ein winziges, zartes Geschöpf ... Aber das wird sich bald geben und Ihr Partner wahrscheinlich zum Windelwechsel-Routinier. Bis dahin ist die Pädagogin in Ihnen gefragt: Denn nichts verunsichert mehr als eine Frau, die mit Argusaugen neben dem Wickeltisch steht und alles besser weiß. Andererseits können Sie Ihren Mann mit ein paar ruhig geäußerten Ratschlägen durchaus ermutigen. Oder Sie schicken ihm den Link zu unserem Wickel-Einmaleins. Übrigens: Viele Paare finden es besonders schön, die Momente am Wickeltisch gemeinsam zu genießen.

Mein Körper: Wochenfluss

Dauerbegleiter der ersten Wochen ist der Wochenfluss. Er besteht aus Wundsekret und Schleimhautresten. Gefährlich und infektiös ist Wochenfluss nicht. Aber mindestens in den ersten zehn Tagen ganz schon heftig! Da kommt mehr, als Sie das von der Monatsblutung her kennen. Aber keine Sorge: Mit jedem Tag wird der Wochenfluss weniger und die Binden, die Sie brauchen, werden immer zierlicher.Hier einige Tipps für Sie: Verwenden Sie ausschließlich Binden, Tampons sollten erst einmal tabu sein. Denn das Zeug soll raus aus dem Körper.Waschen Sie den Intimbereich nur mit klarem Wasser, verzichten Sie auf Dusch- und Badezusätze, diese könnten die jetzt besonders empfindliche Haut irritieren. Solange Sie den Wochenfluss haben, sind Vollbäder keine gute Idee, besser Sie entspannen in einem Sitzbad (Sitzbad heißt: etwa zwei Handbreit Wasser sind in der Wanne, darin taucht nur den Unterkörper ein).

Wochenbett-FAQ

Von B wie Baby Blues über H wie Hexenmilch bis W wie Wochenfluss - in unserem Wochenbett-Glossar erklären wir Ihnen alles, was in der ersten Zeit mit Baby wichtig ist.Zum Wochenbett-Glossar

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Heute ist der 7. Tag mit Baby!
Gestillte Kinder schlafen später durch als Flaschenkinder. Ab dem neunten Monat ist dafür meist nicht mehr der Hunger der Grund. Sondern das Nuckeln ist einfach gemütlich. Geht's der Mutter damit gut, spricht nichts dagegen. Sollen dem Kind die nächtlichen Milchmahlzeiten abgewöhnt werden, ist es wichtig, dass es dabei beständig Nähe und Trost erfährt.

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